Anhaltende Hodenschmerzen bedeuten 'Gefahr im Verzug'

Seit 2006 ist Dr. Conrad mit seiner Privatpraxis, der Urologie am Neumarkt, einer der führenden Urologen und Männerärzte in Köln. Patienten mit anhaltenden Hodenschmerzen sind aus urologischer Sicht eindeutig Notfälle. Es besteht ein erhebliches Risiko für Gesundheit des Betroffenen.

Anhaltende Hodenschmerzen bitte immer sehr ernst nehmen!

In der Urologie werten wir anhaltende und / oder starke Hodenschmerzen als Notfall. Im schlimmsten Fall droht der Verlust der Zeugungsfähigkeit. Es ist daher wichtig, umgehend einen Facharzt für Urologie oder eine urologische Ambulanz aufzusuchen.

'Aufsteigende' Infektionen sind die Ursache Nr. 1

'Aufsteigenden Infektion' beginnen in der Harnröhre und breiten sich von dort über Samenleiter und Prostata in den Bereich der Hoden aus. Daraus entsteht eine Entzündung der Nebenhoden oder Hoden.

Beide Krankheitsbilder äußern sich durch anhaltende und sehr heftige Schmerzen im Unterleib. Als Verursacher kommen verschiedene Erreger in Betracht. Zunehmend sind Infektionen mit Chlamydien oder Gonorrhoe beteiligt. Diese Infektionen werden durch ungeschützte Sexualkontakte ausgelöst.

Mehr zur Behandlung von Chlamydien und weiteren sexuell übertragenen Erkrankungen (STD) in diesem Beitrag.

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Die Nebenhodenentzündung (Epididymitis)

Die Nebenhoden bilden ein Gewebe, das die Hoden mit dem Samenleiter verbindet. Ist der Samenleiter befallen, ist es nach meiner Erfahrung als Urologe wahrscheinlich, dass die Infektion auf die Nebenhoden übergreift.

In meiner täglichen Praxis als Urologe zeigt sich eine Zunahme von Nebenhodenentzündungen, die auf unerkannte Chlamydien-Infektionen zurückgehen. Häufig liegt der Auslöser aber auch in einer verschleppten Blasenentzündung. Diese kann wie wie ein 'Türöffner' wirken. Daher sollten Männer eine Blasenentzündung nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Symptome und Diagnose

Eine einseitige, sehr schmerzempfindliche Schwellung mit Rötung am Hodensack ein eindeutiger Hinweis auf eine Nebenhodenentzündung. Aus Sicht der Urologie ist eine Nebenhodenentzündung gleichzusetzen mit 'Alarmstufe Rot'. Es droht der Verlust eines oder beider Hoden. Das macht eine Behandlung mit Antibiotika ist unbedingt erforderlich.

Die isolierte Hodenentzündung (Orchitis)

Eine virale Infektion wie die Mumps greift auf die Hoden über und löst dort eine Entzündung aus. Am Anfang einer Hodenentzündung stehen Grippegefühl und Fieber, dann folgen sehr starke Schmerzen in den Hoden und dem gesamten Unterleib.

Weitere nicht-infektiöse Ursachen

Kann eine Infektion als Ursache des Hodenschmerzes sicher ausgeschlossen werden, richte ich meinem Blick als Urologe auf nicht-infektiöse Ursachen.

Krampfadern und Zysten

An erster Stelle sind in diesem Zusammenhang Krampfadern und Zysten im Bereich der Nebenhoden zu nennen. Meine Erfahrungen als Urologe zeigen, dass beide Formen gut zu behandeln sind.

Urologie trifft Orthopäde - 'Hodenschmerzen aus dem Rücken'

Wenn ich alle urologische Ursachen sicher ausgeschlossen kann, bleibt noch der Blick auf die 'nicht-urologischen' Auslöser. Relativ häufig der liegt die Ursache von Hodenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Dort befindet sich die Austrittsstelle des Nervus ilioinguinalis. Dieses Nervensystem steuert einen Band- und Muskelapparat, der auch auf die Genitalien einwirkt. Verspannungen an dieser Stelle können beim Mann Hodenschmerzen auslösen, bei der Frau äußern sie sich entsprechend als Vaginalschmerzen. Für Abhilfe sorgt in der Regel eine Physiotherapie. Aber um alle anderen Ursachen auszuschließen, sollte man vorher in jedem Fall einen Facharzt für Orthopädie konsultieren.

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